Fake-Shops machen sich im Internet breit

Wer online Schnäppchen shoppt wird ganz schnell Opfer von Betrügern. Immer mehr Fake-Shops werben mit günstigen Preisen um Kunden. So entlarven Sie die unehrlichen Geschäfte.

Immer mehr Schweizer shoppen online. Im vergangenen Jahr wurden so mehr als neun Milliarden Schweizerfranken ausgegeben. Doch nicht nur die Anzahl der Online-Shopper ist gestiegen, sondern auch jene der Fake-Shops. Betrügerische Seiten also, die Waren verkaufen, ohne sie jemals zu liefern. Vor zwei Jahren waren es noch 700 Fake Online-Shops, die in der Schweiz vom Netz genommen wurden. Im 2018 waren es bereits 6400 solche Seiten, wie 10 vor 10 berichtet hat. Die Betrüger, die oftmals aus dem Ausland agieren, können die falschen Internetauftritte ohne grosse Kosten und innert kürzester Zeit aufsetzen. Programme suchen freie Schweizer Internetadressen und erstellen die Fake-Shops automatisch. Auf diesen Plattformen werden dann meist Markenprodukte zu Schnäppchenpreisen angeboten. Ist der Betrag erst einmal von der Kreditkarte des Kunden abgebucht, ist es für diesen sehr mühsam, das Geld wieder zurückzufordern. Zudem sind die Betrüger dann im Besitz der Kreditkartendaten und bevor man es sich versieht, werden weitere Beträge abgebucht.

Genau hinschauen

Doch wenn Sie genau hinschauen, erkennen Sie die betrügerischen Shops bereits, bevor es zu spät ist. Ist der Preis zu gut, um wahr zu sein, ist das schon mal ein erstes Indiz. Werden die Waren trotz Schweizer Adresse in einer ausländischen Währung verrechnet, ist das ein weiterer Hinweis. Auch wenn die Internetadresse so gar nichts mit den verkauften Produkten zu tun hat, ist das verdächtig.

Wollen Sie ganz sicher gehen, dann werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen. Mit Hilfe vom WHOIS-Dienst http://whois.domaintools.com/ kann die entsprechende Internetadresse ins Suchfeld eingegeben werden. Schon spuckt das Tool Informationen zur Webseite aus. Ein Indiz für eine Hochstapler-Seite ist das Datum der Domain-Registrierung. Ist diese erst vor wenigen Tagen oder Wochen erfolgt, hat das Geschäft entweder einen brandneuen Internetauftritt oder es ist eben nicht alles ganz sauber. Zudem wird bei WHOIS ausgewiesen, auf wessen Name die Domain registriert wurde (siehe Screenshot unten). Ist der Betreiber nicht namentlich ersichtlich, ist das sehr verdächtig.

Davon sollten Sie die Finger lassen

Für einen weiteren Test braucht es kein besonderes Tool, sondern nur Google selbst. Einfach auf der verdächtigen Seite eine charakteristische Textstelle kopieren und sie bei der Suchmaschine in Anführungszeichen gesetzt eingeben. Erscheinen viele Internetseiten mit ähnlichen oder gar identischen Inhalten, ist klar: hiervon sollte man besser die Finger lassen.

Über den Autor

Gregor Favre
Managing Director
INSOR AG, Zurich
Managing Director der INSOR, auf Webdesign und Entwicklung spezialisiert mit Aktionsfeld in der Deutschschweiz und der Romandie.

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