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Wieviel kostet die Wartung einer Webseite?

Wer sich für eine Webseite entscheidet, wird zwangsläufig auch der Frage nach den Service-Kosten über den Weg laufen. Diese Kosten unterscheiden sich je nach System stark. Gerade deswegen sollte man sich schon zu Beginn eines Web-Projektes Gedanken dazu machen und die voraussichtlich entstehenden Kosten mit einplanen.

Grundsätzlich wichtig ist mal zu verstehen, wie die Webseite betrieben wird ⚙. Oft geschieht dies über sogenannte Content-Management-Systeme (kurz CMS, auf Deutsch Redaktionssystem). Bei CMS-Lösungen wie Wordpress oder TYPO3 ist es oft so, dass häufig Updates erscheinen - die einen etwas wichtigere, die anderen weniger. Das Einspielen von Updates ist für deine Webseite insofern wichtig, als dass es manchmal auch kritische Sicherheitsupdates gibt. Verpasst du diese, könnte deine Webseite angegriffen werden. Solche Angriffe erfolgen dann meistens automatisiert 🤖 über Programme, welche das WWW gezielt nach veralteten CMS-Systemen absuchen, und die Webseiten dann angreifen - zum Beispiel um darauf Malware zu platzieren, Bitcoins zu berechnen, Benutzerdaten zu stehlen, und so weiter. Auf jeden Fall nicht gut für deinen Ruf!

Selber updaten oder Agentur machen lassen

Nun ist klar: diese Updates kannst du entweder selber machen (was dich viel Zeit kostet, falls du darin nicht geübt bist). Oder du überlässt es deiner Agentur, wo ein Entwickler mit seiner tagtäglichen Erfahrung dies in kurzer Zeit hinkriegt. Klar ist aber auch, dass solche Zeit kostet und vergütet sein muss. Da gibt es Anbieter, welche das einzeln verrechnen, oder Anbieter welche ein Update-Abo anbieten. Wir bei INSOR bieten übrigens beides an und lassen dir dabei die Wahl 😉.

Abo- vs. Einzelpreis-Modelle

Bei fairen Update-Abo-Modellen rechnet die Agentur aufgrund ihrer Erfahrung aus, wie gross der zu erwartende Aufwand ungefähr sein wird, wenn ein Systemadministrator für deine Webseite jedes sicherheitskritische Update einspielen muss. Diese ungefähren Jahreskosten, rechnet man dann auf den Monat runter, und raus kommt ein gut budgetierbarer Betrag. In manchen Jahren hat die Agentur mehr zu tun mit Updates, in manchen weniger, aber unter dem Strich wird es aufgehen. Zumindest rechnen wir bei INSOR so 😉

Eine seriöse Agentur wird dich also nicht in ein Abo-Modell zwingen, sondern dir die Wahl überlassen, ob du einzelne Arbeiten einzeln verrechnet haben möchtest, oder ob dir mit einer Jahresrechnung besser gedient wäre. In allen Fällen werden die Agenturen schon korrekt rechnen und dafür schauen, dass für sie beide Modelle finanziell Sinn machen.

Und da die Agentur die Arbeiten ohne Rückfrage und administrativen Overhead erledigen kann, kommt man im Abo-Modell in der Regel noch etwas günstiger.

Oft findest du auch verschiedene Abos vor, welche unterschiedliche Leistungen beinhalten: sind zum Beispiel alle nice-to-have Updates dabei, oder nur die wirklich wichtigen und kritischen? Je nachdem kostet das eine oder andere Abo dann etwas mehr oder weniger. Oft sind in den Abos auch noch weitere Leistungen drin, wie Beratung, Support, usw. Vergleichen lohnt sich!

Kosten für die Updates

Bei einem System wie zum Beispiel TYPO3 weiss man erfahrungsgemäss, dass es pro Jahr etwa 4-6 wichtige Updates zu erledigen gibt. Weiter kommt alle drei Jahre eine neue Version heraus, auf welche man upgraden sollte - man könnte aber auch eine überspringen und erst nach 6 Jahren upgraden. Wie die Versionsherausgaben im Falle von TYPO3 funktionieren, sieht man unten.

Wie auch immer, so lassen sich die Kosten dann relativ einfach berechnen:

  • Pro Jahr 6 Updates à 15-30 Minuten = 2-3h Aufwand pro Jahr
  • Alle 3 Jahre ein grosses Update = 2 Tage alle drei Jahre oder 16/3h pro Jahr, sagen wir 5h
  • Total: ca. 8h Aufwand für Wartung/Support

Meistens liegen die Stundensätze von Agenturen für Wartung und Support irgendwo zwischen 120-240 Franken; der tiefere Betrag 🔽 eher bei Freelancern, der höhere Betrag 🔼 eher bei Agenturen mit erfahrenen Senior-Entwicklern und einer professionellen und speditiven Organisationsstruktur.

Daraus kann man schliessen, dass für eine mittelgrosse Website nach obigem Beispiel, ca. CHF 1'000-2'000 an Wartungskosten pro Jahr anfallen.

Das All-In-Modell (Wartungsvertrag)

Dies ist die andere Methode, um die Kosten der Wartung auszurechnen. Breit anerkannt ist dabei die Berechnungsmethode welche besagt, dass eine IT-Applikation eine Lebensdauer von 8 Jahren hat, wenn man sie nicht erneuert. Hat die Applikation also zum Beispiel 10'000 Franken gekostet, so "verliert" die Applikation pro Jahr im Sinne einer Abschreibung, einen Achtel oder 1'250 Franken pro Jahr. Möchte man den Verlust 📉 nicht hinnehmen, kann man die Applikation laufend präventiv warten, so dass sie auch nach 8 Jahren noch 10'000 Franken wert ist.

Deswegen funktionieren Wartungsverträge oft so, dass sie jährlich ungefähr 10-15% des Beschaffungswertes kosten (also einen Achtel).

Vergleicht man dies mit den oben genannten Kosten von CHF 1'000-2'000 für eine mittelgrosse Webseite (welche eben gegen die 10k kostet), so kommt man hier auf ähnliche Werte ⚖.

Nicht vergessen sollte man dabei aber, dass die nicht-funktionalen Aspekte einer Webseite (wie zum Beispiel das Design oder die Inhalte selbst) nicht unter einen Wartungsvertrag fallen, und grosse Upgrades meistens ausgeschlossen sind. Insofern hat man mit dem All-In-Modell zwar eine bequeme und gut budgetierbare Lösung, welche tendenziell aber oft eher teuer ist.

Die Wahl des CMS macht's aus

Je nach CMS System, sind die Updates etwas einfacher oder aufwändiger. So sind die Updates zum Beispiel bei einem Drupal weitaus aufwändiger als zum Beispiel bei einem TYPO3. Oder ein Wordpress braucht sehr viel mehr Updates wie ein TYPO3. Und dann gibt es noch die grossen Upgrades: also zum Beispiel von einem TYPO3 Version 9 auf die Version 10. Dies kann je nach Versionssprung einige Tage Arbeit bedeuten 😮. Bei anderen Systemen wie Drupal wären die Upgrades dann so umfangreich und komplex, dass man besser gleich eine neue Webseite erstellen lässt (😮 - kein Witz!).

Und dann gibt es die modernen Systeme wie zum Beispiel Webflow, welche den Null-Wartung-Ansatz verfolgen. Diese sich selbst aktualisierenden Infrastrukturen sind in der Cloud gehostet und benötigen kein Wordpress oder TYPO3, welches man selber updaten müsste. Solche Systeme sind dann in den laufenden Betriebskosten oft etwas teurer, aber unter dem Strich (weil es keine Updates braucht) dann sehr kostengünstig. In der Funktionalität sind solche Systeme dann zwar etwas limitiert. Oft braucht man aber nicht alle Funktionen eines komplexen CMS für die eigene Webseite, so dass man auch gut eine solche Cloud-Lösung einsetzen kann.

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