Mit drei Klicks zum Ziel? Reiner Hokus-Pokus

Wie führe ich die Nutzer am schnellsten zur Zielseite? In diesem Blog-Artikel verraten wir Ihnen, weshalb die Anzahl Klicks nicht ausschlaggebend ist und worauf es zu achten gilt, um den Besuchern den Weg zu ebnen.

Der Weg ist das Ziel, sagte einst Konfuzius. Diese oft zitierte Weisheit trifft heute noch in vielen Belangen zu. Auch bei der Reise eines Besuchers auf Ihrer Webseite ist der Weg zum Ziel ausschlaggebend. Zwar sollte er anders als es Konfuzius einst meinte auf diesem Weg nicht besonders viel lernen. Stattdessen sollte die Route so kurz und zielführend sein, dass der Besucher keine wertvollen Minuten verschwenden muss. Um den Weg zur Zielseite zu ebenen, gilt es einige Steine zu beseitigen.

Die Stolpersteine

  • Der Nutzer sollte eine Auswahl niemals mehrfach tätigen müssen. Hat er etwa auf den Menüpunkt Online-Shop geklickt, sollte er auf der Unterseite nicht erneut auf einen Button mit der Aufschrift „Online-Shop“ klicken müssen.
  • Die Navigation sollte konsistent sein und nicht mehrfache Wege zum Ziel enthalten. Findet man also das gleiche Angebot unter zwei verschiedenen Rubriken, verwirrt das den Besucher.
  • Der Benutzer sollte stets sehen, wo er sich gerade befindet. Bei hierarchischen Seiten bietet sich hierfür eine Markierung im Menü an, oder die Ausgabe des Seitenpfades, auch Breadcrumb genannt.

Wird der Webseiten-Besucher auf seinem Weg zum Ziel gar nicht fündig, wird er seine Suche spätestens nach dem zweiten Anlauf abbrechen. Ist er besonders hartnäckig, wird er das Gewünschte wohl noch über Google suchen. Doch könnte er über die Suchmaschine dann genauso gut auf die Seite Ihres Konkurrenten stossen.

Fallbeispiel Webseite New York City

Wenn Benutzer der Webseite www.nyc.gov nach der nächsten Feuerwache suchten, fanden Sie den Link "Find a fire house". Nach dem Anklicken gelangten sie auf eine neue Unterseite, und dies nur, um den Link dort nocheinmal vorzufinden. Dies frustriert die Benutzer.

Den Weg aufzeichnen

Um den Besucher möglichst schnell ans Ziel zu führen, sollte der Webredaktor stets den Weg im Auge behalten. Am einfachsten gelingt dies, indem man diesen Pfad mit all seinen Zwischenstopps (Klicks) kurz aufzeichnet. Die oft genannte magische Zahl mit den maximal drei Klicks ist übrigens reiner Hokuspokus. Zwar stimmt es, dass zu viele Klicks bis zur Zielseite zu vermeiden sind. Viel wichtiger als die Anzahl ist aber das Vertrauen des Nutzers, dass er mit jedem Klick der Zielseite einen Schritt näher kommt. Eine gute Nutzerführung ist hier ausschlaggebend.

Zudem hilft es, wenn am Prozess unbeteiligte Personen den Weg einmal zur Probe ablaufen. Denn diese Personen haben all ihre Überlegungen zur Gestaltung der Route nicht mitbekommen, bringen also dieselben Voraussetzungen mit, wie der aussenstehende Besucher der Webseite.

Profis an Bord holen

Geht es nicht nur um das Anlegen einer neuen Zielseite, sondern um eine gröbere Umstrukturierung der Webseite, holen Sie am besten professionelle online Wegbereiter mit an Bord. Also sogenannte Web- oder UX-Designer. Auch wir von der INSOR sind Profis in Sachen Redesign und Relaunch. Steht bei Ihnen eine Neu-Lancierung der Webseite an, dann kontaktieren Sie uns doch ganz unverbindlich. Wir beraten Sie gerne.

Über den Autor

Gregor Favre
Managing Director
INSOR AG, Zurich
Managing Director der INSOR, auf Webdesign und Entwicklung spezialisiert mit Aktionsfeld in der Deutschschweiz und der Romandie.

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