Publiziert am 17.09.2020, von Gregor Favre
Aktualisiert am 07.10.2026

Was kosten Wartung und Betreuung einer Website? Leitfaden für KMU

Was kostet die Wartung einer Website pro Jahr? Wir zeigen, wie Agenturen Wartung und Betreuung berechnen, welche Kosten realistisch sind und worauf du beim Vergleich achten solltest.
Inhaltsverzeichnis

Aktualisiert im Oktober 2026.

Wer eine Website betreibt, stösst früher oder später auf die Frage nach den laufenden Kosten. Die Antwort hängt stark davon ab, mit welchem System die Website läuft und wie viel Sicherheit du brauchst. Dieser Leitfaden zeigt, wie Agenturen die Wartung berechnen, mit welchen Kosten du realistisch rechnen musst und worauf du beim Vergleich von Angeboten achten solltest.

Kurz gesagt: Was kostet die Wartung einer Website?

Für eine mittelgrosse Website mit einem CMS wie TYPO3 oder WordPress fallen erfahrungsgemäss rund CHF 1'000 bis 2'000 pro Jahr an Wartungskosten an, das Hosting nicht eingerechnet. Je mehr Plugins, Schnittstellen und Verfügbarkeit gefordert sind, desto höher liegt der Betrag. Wie er sich zusammensetzt, zeigen wir unten.

Welche Kosten bei der Website-Wartung anfallen

  • Sicherheits- und Versionsupdates für CMS, Erweiterungen und Plugins. Das ist der grösste und am schwersten planbare Posten.
  • Grosse Versions-Upgrades, die alle paar Jahre anstehen und je nach System einige Tage Arbeit bedeuten.
  • Monitoring und Backups: Jemand muss merken, wenn die Website ausfällt, und sie im Notfall wiederherstellen können.
  • Support bei Fehlern und kleinen Fragen, idealerweise mit verbindlicher Reaktionszeit.
  • Hosting: Server, Domain und SSL-Zertifikat. Oft wird das separat verrechnet.

Nicht zur Wartung gehören in der Regel neue Funktionen, Design-Änderungen und die Pflege der Inhalte. Diese werden nach Aufwand verrechnet.

Wieso Updates nicht optional sind

Die meisten Websites laufen über ein Content-Management-System (CMS) wie TYPO3 oder WordPress. Für diese Systeme erscheinen regelmässig Updates, darunter auch kritische Sicherheitsupdates. Verpasst du diese, wird deine Webseite angreifbar. Solche Angriffe laufen meist automatisiert: Programme suchen gezielt nach veralteten Installationen, um Malware zu platzieren, Server für fremde Zwecke zu missbrauchen oder Benutzerdaten zu stehlen. Gut für deinen Ruf ist das nicht.

Selber updaten oder die Agentur machen lassen

Updates kannst du selber einspielen. Das kostet viel Zeit, wenn du darin nicht geübt bist, und ein fehlgeschlagenes Update kann die Website lahmlegen.

Fehlermeldung nach einem CMS-Update
Bei einer solchen Fehlermeldung nach einem CMS-Update verlässt manche Benutzer jede Hoffnung.

Oder du überlässt die Updates deiner Agentur. Ein Entwickler mit täglicher Erfahrung erledigt das in kurzer Zeit, aber auch diese Zeit kostet. Manche Anbieter verrechnen jedes Update einzeln, andere bieten ein Abo an. Wir bei INSOR bieten beides an und lassen dir die Wahl.

Wartungsvertrag oder Abrechnung nach Aufwand

Bei einem fairen Wartungsvertrag schätzt die Agentur aus Erfahrung, wie gross der jährliche Aufwand für alle sicherheitskritischen Updates deiner Website ist. Diese Jahreskosten werden auf den Monat heruntergerechnet, und heraus kommt ein gut budgetierbarer Betrag. In manchen Jahren gibt es mehr zu tun, in manchen weniger. Unter dem Strich geht es auf.

Eine seriöse Agentur zwingt dich nicht in ein Abo. Sie lässt dir die Wahl, ob du Arbeiten einzeln verrechnet haben möchtest oder ob dir ein fester Betrag besser dient. Weil die Agentur im Abo ohne Rückfragen und administrativen Aufwand arbeiten kann, ist dieses Modell in der Regel etwas günstiger.

Oft gibt es mehrere Abo-Stufen: Sind alle Updates enthalten oder nur die kritischen? Werden Updates installiert oder nur gemeldet? Sind Support und Beratung dabei? Vergleichen lohnt sich.

Rechenbeispiel: Wartungskosten einer TYPO3-Website

Bei TYPO3 sind erfahrungsgemäss vier bis sechs wichtige Updates pro Jahr einzuspielen. Dazu kommt etwa alle drei Jahre ein Upgrade auf eine neue LTS-Version. Man kann eine Version überspringen, sollte aber nicht zu lange warten, denn jede Version erhält nur eine begrenzte Zeit Sicherheitsupdates.

  • Pro Jahr sechs Updates à 15 bis 30 Minuten: 2 bis 3 Stunden
  • Alle drei Jahre ein grosses Upgrade von rund 2 Tagen: umgerechnet etwa 5 Stunden pro Jahr
  • Total: rund 7 bis 8 Stunden Wartung pro Jahr

Die Stundensätze für Wartung und Support liegen meist zwischen CHF 150 und 240. Am unteren Ende eher Freelancer, am oberen Ende Agenturen mit erfahrenen Senior-Entwicklern und einer Organisation, die schnell reagieren kann. Für eine mittelgrosse Website ergibt das rund CHF 1'000 bis 2'000 pro Jahr.

Faustregel: 10 bis 15 Prozent der Investition pro Jahr

Die zweite Methode, die Wartungskosten abzuschätzen: Eine IT-Applikation hat ohne Erneuerung eine Lebensdauer von rund acht Jahren. Hat sie CHF 10'000 gekostet, verliert sie pro Jahr einen Achtel ihres Werts, also CHF 1'250. Wer diesen Wertverlust nicht hinnehmen will, wartet die Applikation laufend, sodass sie auch nach acht Jahren noch ihren Wert hat.

Deshalb kosten Wartungsverträge oft jährlich 10 bis 15 Prozent des Beschaffungswerts. Für eine mittelgrosse Website, die gegen CHF 10'000 kostet, landet man damit bei ähnlichen Werten wie im Rechenbeispiel oben.

Wichtig: Design und Inhalte fallen nicht unter einen Wartungsvertrag, und grosse Upgrades sind oft ausgeschlossen. Ein All-inclusive-Vertrag ist bequem und gut budgetierbar, aber tendenziell teurer.

Wie das CMS die Wartungskosten beeinflusst

Je nach System sind Updates einfacher oder aufwendiger. WordPress braucht wegen der vielen Plugins deutlich mehr Updates als TYPO3. Bei Drupal sind Upgrades auf eine neue Hauptversion so umfangreich, dass sich oft eher eine neue Website lohnt. Bei TYPO3 bedeutet ein grosser Versionssprung je nach Ausgangslage einige Tage Arbeit.

Dann gibt es Systeme wie Webflow, die als Cloud-Plattform laufen und sich selbst aktualisieren. Updates im klassischen Sinn fallen weg. Die laufenden Plattformkosten sind etwas höher, unter dem Strich ist das aber oft günstig. Wartungsfrei ist auch eine Webflow-Website nicht: Formulare, Integrationen, Ladezeit, Barrierefreiheit und Inhalte wollen weiterhin betreut werden. Funktional ist Webflow etwas eingeschränkter, oft braucht man für die eigene Website aber nicht alle Funktionen eines komplexen CMS.

Worauf du beim Vergleich von Wartungsangeboten achten solltest

  • Werden Updates installiert oder nur gemeldet? Günstige Pakete melden Updates oft nur. Das Einspielen kostet dann extra.
  • Gibt es eine Testumgebung? Updates gehören zuerst auf eine Kopie der Website, nicht direkt auf die Live-Version.
  • Garantierte oder durchschnittliche Reaktionszeit? Ein Durchschnittswert zeigt, wie es meistens läuft. Verbindlich ist nur die garantierte Reaktionszeit im Vertrag.
  • Wie oft wird gesichert, und wo liegen die Backups? Täglich ist Standard. Für viele Organisationen ist zudem wichtig, dass die Daten in der Schweiz bleiben.
  • Ist das Hosting inbegriffen? Manche Preise enthalten das Hosting, andere nicht. Erst wenn das klar ist, sind Angebote vergleichbar.
  • Sind grosse Upgrades enthalten? Meist nicht. Frag nach, wie sie verrechnet werden.
  • Laufzeit und Kündigung: Wie lange bist du gebunden, und was passiert mit Zugängen und Daten, wenn du wechselst?

Was die Wartung bei INSOR kostet

Unsere Wartungspakete beginnen bei CHF 25 pro Monat (Einstiegspreis, exkl. MwSt.), das Hosting wird separat verrechnet. Die Pakete unterscheiden sich vor allem in der garantierten Reaktionszeit (48, 24 oder 4 Stunden) und darin, ob wir Sicherheitsupdates nur melden oder auch installieren. Weil jede Website anders ist, erhältst du immer ein individuelles Angebot.

Die Pakete und Leistungen im Einzelnen stehen auf der Seite zur Website-Wartung. Und wenn du zuerst wissen möchtest, welches CMS für deine nächste Website Sinn macht: Die erste Stunde Beratung ist bei uns kostenlos, auch wenn du die Website nicht mit uns umsetzt. Kontakt aufnehmen

Autor dieses Posts

Seit meiner Jugend bin ich tief in der IT- und Web-Welt verwurzelt, und schon damals war für mich klar, dass dieses spannende Universum mein Zuhause ist. 2005 habe ich den Schritt gewagt und INSOR gegründet, die inzwischen auf neun kreative Köpfe angewachsen ist. Gemeinsam realisieren wir digitale Projekte, die unsere Kunden begeistern. Wenn ich mich mal nicht in Codezeilen verliere, findest du mich wahrscheinlich auf einem Wanderweg in den Schweizer Bergen oder unterwegs in den schönsten Ecken unseres Landes.

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Fragen und Antworten zu diesem Post

Was ist ein Wartungsvertrag für eine Website?

Ein Wartungsvertrag regelt, wer Updates, Backups und die Sicherheit deiner Website übernimmt, wie schnell bei Problemen reagiert wird und was das pro Monat oder Jahr kostet. Gute Verträge legen zudem fest, was nicht enthalten ist, zum Beispiel neue Funktionen oder grosse Upgrades.

Was kostet die Wartung einer WordPress-Website?

Tendenziell mehr als bei TYPO3, weil WordPress-Websites oft viele Plugins haben, die einzeln aktualisiert und auf Verträglichkeit geprüft werden müssen. Für eine mittelgrosse, geschäftlich genutzte WordPress-Website liegen die Kosten deshalb eher am oberen Ende der Spanne von CHF 1'000 bis 2'000 pro Jahr. Mehr zur WordPress-Wartung bei INSOR.

Ist die Pflege der Inhalte in der Wartung enthalten?

In der Regel nicht. Die Wartung kümmert sich um Technik und Sicherheit. Texte, Bilder und neue Seiten pflegst du selber im CMS oder lässt sie nach Aufwand von deiner Agentur einpflegen.

Kann ich die Wartung auch selber machen?

Ja, wenn du Zeit und Erfahrung hast und es eine Testumgebung gibt. Rechne aber nicht nur die Zeit für die Updates ein, sondern auch das Risiko: Ein fehlgeschlagenes Update auf der Live-Website kann schnell mehr kosten als die Wartung selbst.

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